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Grüne Gentechnik: Landwirtschaft in den Fängen weniger Multis
Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen 1. Gentechnik in der Tierzucht und 2. Gentechnik in der Pflanzenzucht
1. Gentechnik in der Tierzucht Hier gilt es zwischen zwei Bereichen zu unterscheiden: 2.1. Durch die Patentierung der genetischen Sequentierung vorhandener Reinzuchten wollen sich die Gentechnik-Konzerne die Ergebnisse jahrhundertelanger bäuerlicher Zuchtbemühungen aneignen, durch die die Tiere den jeweiligen regionalen Klima- verhältnissen und geographischen Besonderheiten angepasst wurden. 2.2. Wie im Bereich der sogenannten “roten Gentechnik” der Humanmedizin geht es hier um die Schaffung transgener Nutztiere. Diese Bestrebungen sind offenbar aus der Sicht der Akteure derzeit noch nicht praxisreif, weshalb sie noch nicht so bekannt sind. Nach uns vorliegenden, aber leider noch nicht bestätigten Informationen, sind an den Forschungen auch staatliche Institutionen wie Universitäten und Forschungs- einrichtungen des Bundes (BMELV) beteiligt. Diese Arbeiten werden meistens durch “Drittmittel” finanziert, d. h. im Auftrag von geldgebern der Wirtschaft. Das Ganze nennt man dann “Freiheit von Forschung und Lehre”. Frau Dr. med. vet. Anita Idel stellte uns dankenswerterweise eine zusammenfas- sende Publikation dieses Themenkreises aus “Gen-ethischer Informationsdienst” (GID), April 2007, S.28 bis S. 32 zur Veröffentlichung zur Verfügung: Tiere unter Kontrolle - eine Chronologie Informationen darüber, was die Wissenschaft derzeit auf diesem Gebiet beschäftigt und offenbar von interessierter Seite finanziell gefördert wird, ergeben sich aus dem “Doktoranden-Kolleg”, das die “Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde” e.V. (DGfZ) im November 2007 verschickte.
2. Gentechnik in der Pflanzenzucht Dieser Bereich wird in den Medien nicht nur breit, sondern Dank der Kampagnen der inzwischen gut organisierten Gentechnik-Gegner auch sehr kontrovers diskutiert. Nur sechs internationale Konzerne teilen sich etwa 50% aller Patente auf Pflanzen und kontrollieren dadurchüber 90% des Anbaus der gentechnisch veränderten land- wirtschaftlichen Kulturpflanzen: - Monsanto - Syngenta - Bayer CropScience - BASF - Dow - DuPont Weitere Informationen finden Sie bei der von BUND e. V., AbL e.V., GeN e.V. und Bund Naturschutz in Bayern e.V. getragenen “Koordinationsstelle für Gentechnikfreie Regionen” und dort besonders hier sowie bei Save our Seeds der “Zukunftsstiftung Landwirtschaft” und bei der Aktion Bantam-Mais. Einen besonders informativen, zu- sammenfassenden Bericht finden Sie hier
Durch ihr aggressives Vorgehen (Werbung, Kreditvergabe u. a.) und leichtfertige, ja, ungerechtfertigte Versprechen bezüglich der Wirtschaftlichkeit ihrer Produkte bringen diese Konzerne die Landwirte in ihre Abhängigkeit. Das gilt insbesondere für Indien, wo die Zahl der Selbstmorde unter den in den wirtschaftlichen Ruin getriebenen Klein- bauern inzwischen erschreckende Ausmaße angenommen hat.
Bericht von einer DEMO gegen GVO
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