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Werbung weckt Wünsche ... und täuscht oft die Kunden! Kaum hat EU-Kommissar Byrne seine Absicht geäußert, unbewiesene Werbeaussagen zu verbieten, da melden sich die selbst ernannten Hüter der freien Marktwirtschaft zu Wort und fürchteten um ihre satten Pfründe. Byrne weiß wie jeder aufgeklärte Verbraucher, dass Werbepsychologen jeder psychologische Trick recht ist, um ihren Auftraggebern Umsatzsteigerungen zu bescheren. Das Ganze ist relativ harmlos, wenn es nach dem Motto „Werbung weckt Wünsche“ geht, auch wenn dies so manchen Bürger Dinge kaufen lässt, die er nicht benötigt. Jeder Kaufmann kennt das Phänomen: Was am Abend im Fernsehen neu angeprie- sen wurde, ist am nächsten Morgen der Renner. Bedenklicher wird es, wenn für ein Produkt Eigenschaften angegeben werden, die es nicht besitzt. Jedes Jahr reinigen die Waschmittel weißer, obgleich weißer als weiß doch nicht möglich ist. Wenn die Frucht- zwerge als so wertvoll wie ein kleines Steak angepriesen werden, ist der Unsinn noch leicht durchschaubar. Welches Unheil irreführende Werbung anrichten kann, wissen wir seit dem Skandal um die Babytees, die nicht nur die ersten Zähne, sondern auch bereits die Anlagen für die zweiten auf das Schwerste schädigten. Werbung setzt bei tief in uns verwurzelten, oft unbewussten Wünschen und Hoffnungen an: Freiheit, Ruhe, Geborgenheit im Kreise lieber Menschen ... Es soll sogar Chirurgen geben, die Tag für Tag Patienten mit Lungenkrebs operieren und Raucherbeine amputieren und sich dennoch anschließend vom „Duft der weiten Welt“ einfangen lassen. „The more you know ...“ hieß es vor kurzem in einer Zigaretten-Reklame! Auch die Wirkung dieser eigentlich total widersinnigen Aussage wurde bestimmt zuvor getestet und für “zielführend” befunden. Ein besonders eklatantes Beispiel liefert der Discounter ALDI Wenn´s Bild nützt, unterstützt BILD auch irreführende Werbung |
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